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16.09.2008 FC Basel - Schachtjor Donezk  1:2

Nachdem der FC Basel vor sechs Jahren in der Champions League doch für einige Furore gesorgt hatte, waren die Erwartungen heute abend natürlich entsprechend hoch. Leider wurde rasch klar, dass CL Siege für den FCB im Jahr 2008 sehr schwer zu holen sind. Wieso wohl? Rückblende. 

Auch 2002 trat der FCB gegen schier übermächtige Gegner an, die auch damals individuell klar besser besetzt waren. Hand aufs Herz. Haas, Quennoz, Barberis, Esposito, Tum oder Duruz waren nicht gerade Weltklasse-Spieler. Dem FCB gelangen dennoch ein paar "Bomben-Spiele" in der CL, bei denen alle förmlich über sich hinauswuchsen. Auf der anderen Seite gilt es aber auch anzumerken, dass es damals einige "Klatschen" absetzte. Auswärts 2:6 gegen Valencia, 0:4 gegen Juventus oder zu Hause 1:3 gegen Manu. Diese Niederlagen haben wir natürlich schnell vergessen. Dass dem FCB aber vor allen Exploits gelangen, die allen in bester Erinnerung geblieben sind, hat meiner Ansicht nach 3 Gründe: MUT, KAMPFGEIST & SPIELWITZ ! Die Truppe von damals spielte frech nach vorne, überraschte die Gegner mehrfach und kämpfte bis zum Umfallen.

Nun zum heutigen Spiel. Es war allen klar, dass es einer Extraleistung bedurfte, wenn man Schachtjor schlagen wollte. Der Druck schien die Mannschaft aber förmlich zu lähmen und so mussten wir alle das Spiel des Gegners richtiggehend erdulden.

Stichwort MUT: Es ist ja bekannt, dass 3 von 4 Verteidigern gewisse individuelle Mängel aufweisen. Es galt deshalb, dies wett zu machen und die Fehlerquote möglichst tief zu halten. Leider waren unsere Verteidiger derart verängstigt und nervös, dass sie schier unglaubliche Fehler machten. Es ist bezeichnend, dass beide Gegentore aus Freistössen nach äusserst dämlichen Fouls entstanden. Beim direkt verwandelten Freistoss aus weiter Entfernung stellte man sich sogar zuerst die Frage, ob eine Mauer gestellt werden müsse? Dass diese husch aufgestellte dann prompt "im Schilf" stand, ist ja klar. Uebrigens besonders mutig war auch nicht die defensive Mannschafts-Aufstellung. Nach seinem guten Spiel gegen Luzern hätte man durchaus auch Gjasula von Anfang an bringen können. Warum der Deutsche heute nicht einmal zum Einsatz kam, bleibt eine offene Frage.

Sichwort KAMPFGEIST: Also ich hatte nicht gerade das Gefühl, als wenn Huggel, Gelabert oder Chipperfield einen harten Abnützungkampf geliefert hätten. Chippi enttäuschte mich schwer. Er lief nicht einem verlorenen Ball hinterher, obwohl guter Grund bestanden hätte. Als er dann auch noch abschätzig, (bewusst?) ungenaue Rückpässe spielte, war das Fass "randvoll". Im nächsten Match erwarte ich mehr. 

Stichwort SPIELWITZ: Das Ueberraschungsmoment unserer Offensivleute Carlitos, Stocker und Derdiyok war schlicht inexistent. Punkt.

Aufgrund all dieser Fakten war natürlich rein gar nichts zu holen. Obendrein fehlten dem FCB auch noch die Stammspieler Safari und Ergic deren Absenzen deutlich spürbar waren. Safari hätte der Verteidigung mehr Sicherheit gebracht und Ivan hätte im Mittelfeld den Ball führen können. Sei's drum.

Hoffen wir nun, unsere arg "geprügelten" Lieblinge mögen sich rasch möglichst "aufzurappeln" und beim nächsten Mal mit mehr Mut und Leidenschaft ans Werk zu gehen.

Viele Grüsse aus dem Wallis and stay brave, Martin

Spielbewertung von: Martin

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